Kostenvergleich Apps Preise Blog Termin buchen

AGB

1. Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen der Netzspitze GmbH, Heisenbergstr. 11, 97076 Würzburg (nachfolgend „Anbieter”) und dem Kunden (nachfolgend „Auftraggeber”) über die Erbringung von Managed-Hosting-Dienstleistungen, Beratungsleistungen und damit verbundenen Services.

Abweichende Bedingungen des Auftraggebers werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

2. Vertragsgegenstand

Der Anbieter erbringt Managed-Hosting-Dienstleistungen für Open-Source-Software auf europäischen Servern. Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot bzw. der Leistungsbeschreibung.

Die Leistungen umfassen je nach gebuchtem Paket insbesondere:

  • Bereitstellung und Betrieb von Server-Infrastruktur
  • Installation, Konfiguration und Wartung von Anwendungen
  • Automatisierte Backups und Backup-Management
  • Monitoring und Incident-Management
  • Sicherheitsupdates und Patch-Management
  • Technischen Support per E-Mail oder Telefon

3. Vertragsschluss und Laufzeit

Der Vertrag kommt durch die schriftliche Auftragsbestätigung des Anbieters oder durch Beginn der Leistungserbringung zustande.

Sofern nicht anders vereinbart, wird der Vertrag auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von beiden Parteien mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.

Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

4. Einrichtungsgebühr und Setup

Für die erstmalige Einrichtung der Infrastruktur wird eine einmalige Setup-Gebühr gemäß Angebot erhoben. Die Setup-Gebühr ist mit Rechnungsstellung fällig und nicht erstattungsfähig.

5. Vergütung und Zahlungsbedingungen

Die monatliche Vergütung richtet sich nach dem gewählten Paket gemäß der aktuellen Preisliste oder dem individuellen Angebot. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus. Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum zur Zahlung fällig.

Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz zu berechnen. Die Geltendmachung weiterer Schäden bleibt vorbehalten.

6. Verfügbarkeit und SLA

Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der gehosteten Dienste. Die angestrebte Verfügbarkeit beträgt je nach Paket:

  • Starter und Business: 99,0% (Jahresmittel)
  • Enterprise: 99,5% (Jahresmittel, sofern SLA vereinbart)

Geplante Wartungsfenster werden mindestens 48 Stunden im Voraus angekündigt und zählen nicht als Ausfallzeit. Die Verfügbarkeit bezieht sich auf die vom Anbieter verantwortete Infrastruktur, nicht auf Drittdienste oder Internetverbindungen des Auftraggebers.

7. Datenschutz und Auftragsverarbeitung

Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten im Auftrag des Auftraggebers ausschließlich gemäß den Weisungen des Auftraggebers und unter Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

Sofern der Anbieter im Rahmen der Leistungserbringung personenbezogene Daten im Auftrag des Auftraggebers verarbeitet, schließen die Parteien einen gesonderten Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO.

8. Datensicherung

Der Anbieter erstellt im Rahmen der gebuchten Leistung regelmäßige Backups der Daten und Datenbanken des Auftraggebers. Die Backup-Frequenz und Aufbewahrungsdauer richtet sich nach dem gebuchten Paket.

Der Auftraggeber bleibt dennoch selbst für die Sicherung seiner Daten verantwortlich. Der Anbieter haftet nicht für Datenverluste, die trotz ordnungsgemäßer Backup-Durchführung eintreten.

9. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers

Der Auftraggeber stellt dem Anbieter alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Zugangsdaten und Materialien rechtzeitig zur Verfügung.

Der Auftraggeber benennt einen Ansprechpartner, der für die Kommunikation mit dem Anbieter zuständig und entscheidungsbefugt ist.

Verzögerungen, die auf mangelnde Mitwirkung des Auftraggebers zurückzuführen sind, gehen nicht zu Lasten des Anbieters.

10. Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen, sowie für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung beruhen.

Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) haftet der Anbieter der Höhe nach begrenzt auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht.

Die Haftung des Anbieters für leicht fahrlässige Verletzung nicht wesentlicher Vertragspflichten ist ausgeschlossen.

Die Haftung ist – außer bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit – auf die Höhe der in den letzten 12 Monaten gezahlten Vergütung begrenzt.

11. Geheimhaltung

Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei geheim zu halten und nur für die Zwecke der Vertragserfüllung zu verwenden.

Diese Verpflichtung gilt auch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses fort.

12. Datenherausgabe bei Vertragsende

Nach Beendigung des Vertrags stellt der Anbieter dem Auftraggeber sämtliche Daten in einem gängigen Format zur Verfügung. Die Datenherausgabe erfolgt innerhalb von 30 Tagen nach Vertragsende.

Nach Ablauf dieser Frist und nach Bestätigung des vollständigen Erhalts durch den Auftraggeber werden die Daten vom Server des Anbieters gelöscht.

13. Änderung der AGB

Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von 30 Tagen zu ändern. Die Änderungen werden dem Auftraggeber per E-Mail mitgeteilt. Widerspricht der Auftraggeber nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Änderungsmitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen.

14. Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Würzburg, sofern der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame Bestimmung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.

Stand: April 2026